Einzelmasken

Der Daiber

Diese Maske stellt einen Bauern um 1850 in Arbeitskleidung dar. Sein Kostüm  besteht aus einem breitrandigen Wetterhut mit Feder und Zipfelkappe,  einem Blaukarierten Arbeitshemd, schwarzer Cordhose mit Falle,  mittelgrauen Kniestrümpfen und schwarzen Stiefeln.

Der "Daiber" versinnbildlicht den Oberschwäbischen, nachdenklichen und  Überlegenen Menschen, der lieber noch mal nachdenkt, bevor er etwas tut.

"Daiber" heißt auch Wiederkäuer.

Der Hägehenker

Diese Maske stellt einen Bauern um 1850 in seiner Festtagskleidung dar.

Er trägt einen schwarzen runden Bauernhut mit Silberschnalle, grünen Kamisol-Kurzkittel, rotblumiges Leible, rostbraune Kniehose mit Hosenfalle, schwarze Gamaschenstiefel, weiße Strümpfe, braune Handschuhe.

Der "Hägehenker" wird von Michel Buck in den "Daiberstückla" beschrieben:
Auf dem provisorischen Turmdach wuchs Gras. Nachdem die Bürger überlegten,  wem dieses Gras gehöre, kam man zu dem Beschluss, es gehöre dem "Häge"  (Gemeindestier).Da der Häge nicht fliegen kann, zog man ihn mit einem Flaschenzug hinauf. Die Schlaufe saß dem Häge gut um den Hals. Als er halb oben war, sagten die Leute:
"Sehet er leckt schon nach dem Klee."

Es war dann doch einigen nicht ganz geheuer und man ließ den Häge auf den  Boden zurück. Dort konnte man nur noch feststellen, dass der Häge keinen Schnaufer mehr tat.

Seitdem heissen die Ertinger auch "Hägehenker".

Der Bockreiter

Die Uniform, die historisch belegbar ist, hat einen blauen Rock mit grünen  Epauletten, eine weiße Leibhose, schwarze Schuhe mit Gamaschen.
Als Kopfbedeckung trägt er einen schwarzen Tschako mit silbrigen Verzierungen.
Während des Umzugs trägt er einen aus Holz gefertigten Ziegenbock, so daß es aussieht, als würde er auf ihm reiten.
Bei Hallenveranstaltungen, bei denen die Anwesenheit der Einzelfigur  erforderlich ist, trägt der Bockreiter zur Vervollständigung seiner  Uniform einen Säbel.

Das Gesicht des Bockreiters ist unverhüllt.

Das Scheuwiesenweible

Nachforschungen haben ergeben, dass die Sage des Scheuwiesenweible um das Jahr 1600 entstanden ist.

Ab dem Jahr 1633 ( Brand des Bussen ) weiß man nichts mehr vom Scheuwiesenweible.

Sinn und Zweck der Einzelmaske:

Gezeigt werden soll eine weibliche Maske. Eine böse Weibsperson, namentlich ihrem Geschlecht nicht hold. Möge somit die Sage um das Scheuwiesenweible nicht in die Vergessenheit der Leute, wohnend um den Bussen, geraten.

Auftreten während des Umzuges:

Es handelt sich um eine Einzelmaske von buckliger Gestalt. Das Scheuwiesenweiblein wird von den bereits vorhandenen Masken des Daibers und des Hägehenkers begleitet.

Somit wird das historische Bild von Ertingen teilweise abgerundet.

Häsbeschreibung

Kleidung:

Das Scheuwiesenweible trägt ein schwarzes Oberteil in Form einer Bluse (vorne mit großen Knüpfen versehen). Einen dunkelblauen bodenlangen Rock mit schwarzem Besatz ( Bodenschleufete ). Zum Schutz des Rockes trägt sie eine dunkelrote Schürze (historisch belegt). Über den Schultern  trägt sie einen dunkelroten Umhang, dessen Ränder mit einem melierten  Hasenfell gefasst sind.

An den Füssen trägt Sie derbe Schnürschuhe. Ihre Hände sind verhüllt mit grauen Handschuhen.

Maske:
Die Holzmaske zeigt den Charakter dieser bösartigen Weibsperson. Sie ist einäugig.

Kopfbedeckung:

Ihr gelocktes, grau meliertes Haar ist schulterlang. Dazu trägt sie einen  abnehmbaren Strohhut ( wird zum Aufsagen des Zauberspruchs benötigt) .
Der Strohhut wird durch blaue Bänder gehalten.

Weiteres Zubehör: 

1 Kupferkessel für die Zubereitung des Kräutertees

1 Haselnussstock ( zum Abstützen des buckligen Gang)

Die Heinibegleiter

Historischer Hintergrund:

Seit den Anfangsjahren (anno 1958) der Narrenzunft Gloggasäger waren die Heinibegleiter eine ständig anwesende Häsgruppe.

Dieses wird belegt: mit den vorhandenen Bildarchiv aus dem Jahre 1958.

Die Häsgruppe soll, so wie früher auf maximal vier Hästräger begrenzt werden.

Es wird davon ausgegangen, dass die damaligen Gründer der Narrenzunft auf den keltische Ursprung hinweisen wollten.

Sinn und Zweck dieser Häsgruppe:

Gezeigt werden soll ein keltischer Krieger ausgestattet mit Speer und Schwer mit primitiver Schutzbekleidung.
Auf den keltischen Grabhügel „ Rauher Leh „ soll hingewiesen werden.


Auftreten während des Umzuges:

Es handelt sich um eine Häsgruppe von wilder Gestalt, furchteinflösend bis unter die „Zähne bewaffnet“, mit allen Mitteln das Ansehen Ihres „Graf Heini“ zu schützen.
Die keltischen Krieger sind ständig an seiner Seite.
Somit wird das historische Bild der Narrenzunft teilweise abgerundet und das alte Brauchtum belebt.

Häsbeschreibung:

Der Heinibegleiter trägt ein beiges oder graues Oberteil. Halsausschnitt ( Kragen ) und Ärmelmanschetten sind in der Hosenfarbe abgesetzt und mit Lederbändel gebunden. Als Beinkleidung trägt er eine schlammfarbene Hose. Die Füße sind bekleidet mit derben Schnürschuhen. Seine Hände sind verhüllt mit schwarzen Handschuhen

Maske:

Das Gesicht der Heinibegleiter ist aus Traditionsgründen unverhüllt.

Kopfbedeckung:

Als Kopfbedeckung trägt er eine Fellmütze.


Besonderheiten:

Zum Schutz vor Verletzungen (keltischer Krieger) sind seine Schultern mit einem Fell gepolstert. (Schulterpolster oder Oberkörperschutz). Seine Schienbeine sind ebenso durch Fell geschützt, welche er mit Lederbändel um die Schienbeine bindet. Über seinen Händen trägt er Felllappen.

Weiteres Zubehör:

Breiter dunkelbrauner Ledergürtel
Holzschwert
Holzspeer

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